Ein Einblick in die Kultur und Geschichte tauber Personen und die deutsche Gebärdensprache (DGS)

23. April 2024, 11:00 - 12:30 Uhr

Referent*in: Ludwig Leonhardt (Jugend- und Bildungsreferent, Projektkoordinator – Schwerpunkt Förderverein und juteo)

 

Taube Personen haben ihre eigene Kultur, Geschichte und Sprache. In diesem Webtalk gibt Ludwig Leonhardt, ein stolzer Schwarzwälder, einen kurzen Einblick. Was genau bedeutet Gebärdensprache? Ist sie international? Wird sie selbstverständlich in Förderschulen oder Gehörlosenschulen unterrichtet? Haben taube Personen eine eigene Geschichte? Wie erleben sie Diskriminierung und welche Barrieren stoßen sie in der Gesellschaft? Was bedeutet es, taub zu sein? Fühlen sie sich behindert oder sind sie stolz darauf, eine Minderheit zu sein? Was benötigen taube Personen als Ally-Modelle? Ist das Wort „taubstumm“ immer noch weit verbreitet?

Ludwig Leonhardt (er/ihm) ist als Freiberufler und Experte in diesem Bereich bundesweit als Gebärdensprachdozent tätig und hat 2015 seinen Bachelor in „Deaf Studies“ absolviert. Derzeit arbeitet er als Projektkoordinator beim Förderverein der Gehörlosen/Hörbehinderten e. V. (BRD) an verschiedenen Projekten im Zusammenhang mit der Umsetzung der
UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK). Einige Beispiele für diese Projekte sind die bundesweite Koordinierungsstelle für gehörlose geflüchtete Kinder, Jugendliche und Familien aus der Ukraine oder das Projekt „Bunte FLINTA*“. Das Ziel des Fördervereins ist der Abbau von Diskriminierung und Stereotypen. Auf der Homepage (www.forderverein-gehoerlos.de) finden Sie verschiedene von ihm initiierte Projekte.

In einer anschließenden Diskussion können weitere Fragen und Anliegen gemeinsam erörtert werden.

Der Webtalk wird durch Gebärdensprachdolmetscher*innen (DGS) zur Gewährleistung einer barrierearmen Veranstaltung unterstützt.