Leichte Sprache

Wir heißen „Selbst.Verständlich Vielfalt“.
Das bedeutet:
Es gibt viele verschiedene Menschen.
Menschen sehen unter-schiedlich aus.
Menschen mögen unter-schiedliche Dinge.
Menschen verlieben sich in unter-schiedliche Menschen.

© Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Bremen e.V., Illustrator Stefan Albers

Alle Menschen sollen so sein: Wie sie sein wollen.
Auch wenn sie sich anders verhalten
Als andere Menschen.
Zum Beispiel:
Wenn Frauen sich küssen
Weil sie sich lieben.

Wir sagen:
Das ist Vielfalt.

Menschen sollen das ganz normal finden:
Wenn alle Menschen unter-schiedlich sind.
Sie sollen sagen:
Das ist selbst-verständlich.

© Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Bremen e.V., Illustrator Stefan Albers

Dafür wollen wir etwas tun.
Das ist unser Projekt.

Wir sind ein Kompetenz-Netz-Werk.

Das bedeutet:
Es arbeiten mehrere Gruppen zusammen.
Jede Gruppe kennt sich mit einem Thema besonders gut aus:
Sie haben Kompetenz.

Die Gruppen in dem Kompetenz-Netz-Werk heißen:

Klicken Sie auf einen Link
Lesen Sie:
Was die Gruppe genau macht.
zwei küssende Männer
© Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Bremen e.V., Illustrator Stefan Albers

Alle Gruppen zusammen sind eine große Arbeits-Gruppe.
Jede Gruppe weiß viel zu einem bestimmten Thema.

Eine Gruppe weiß zum Beispiel:
Wie man das Lehrer*innen bei-bringt:
Es gibt viele verschiedene Menschen.
Es gibt zum Beispiel:
Frauen die Frauen lieben.
Männer die Männer lieben.

Wenn wir
Zum Beispiel
Lehrer*innen schreiben
Mit dem Sternchen
Heißt das:
Es gibt Lehrer.
Das sind Männer.
Es gibt Lehrer-innen.
Das sind Frauen.
Es gibt Menschen
Sie sind keine Männer.
Sie sind keine Frauen.
Sie sind anders.
Sie nennen sich anders.
So wie es für sie richtig ist.
Dafür steht das Sternchen*.
Gruppe queerer Menschen
© Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Bremen e.V., Illustrator Stefan Albers

Oder es gibt Menschen:
Die lieben Männer und Frauen.
Oder es gibt Menschen:
Für die kein Geschlecht richtig ist.
Oder viele Geschlechter.
Oder es gibt Menschen:
Denen bei der Geburt gesagt wurde:
Du bist männlich.
Oder weiblich.
Sie merken später:
Das stimmt nicht.
Diese Menschen sind trans*.

Dazu sagt man: sexuelle und geschlechtliche Vielfalt.

Transmänner
© Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Bremen e.V., Illustrator Stefan Albers
zwei Transfrauen
© Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Bremen e.V., Illustrator Stefan Albers

Eine andere Gruppe im Netz-Werk weiß viel über trans* Themen.
Trans* bedeutet:
Bei der Geburt haben Menschen gesagt:
Das Kind ist ein Junge.
Aber das Kind merkt:
Das stimmt nicht.
Es ist ein Mädchen.
Es lebt als Mädchen.
Oder später: als Frau.
Oder:
Bei der Geburt haben Menschen gesagt:
Das Kind ist ein Mädchen.
Aber das Kind merkt:
Das stimmt nicht:
Es ist ein Junge.
Er lebt als Junge
Oder später: als Mann.

Wir schreiben
Trans*.
Das Sternchen * bedeutet:
Es gibt Menschen: Die sich selbst ganz anders bezeichnen.
Zum Beispiel:
Nicht trans.
Sondern: Wie es für sie selbst richtig ist.
Oder
Die sich teilweise
Zum Beispiel
Als Frau bezeichnen.
Oder trans.
Oder:
Die sich auch
Als Frau bezeichnen.
Oder trans.
Gesetzbuch
© Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Bremen e.V., Illustrator Stefan Albers

Alle Gruppen im Kompetenz-Netzwerk haben ein Ziel:
Alle Menschen sollen gut mit-einander leben.
Alle Menschen sollen gut behandelt werden:
Auch wenn sie verschieden sind.
Alle sind gleich viel wert.
Es ist verboten: Menschen schlecht zu behandeln.

Jeder Mensch soll die gleichen Rechte haben.

Jeder Mensch soll Respekt bekommen.
Das ist wichtig.
Für unsere Gesellschaft:
Also für alle Menschen in Deutschland.
Egal wie sie aussehen.
Egal wie alt sie sind.
Egal wen sie lieben.

© Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Bremen e.V., Illustrator Stefan Albers

Alle Gruppen im Kompetenz-Netzwerk glauben:
Es ist gut: Wenn wir viel über-einander wissen.
Zum Beispiel: Wie wir leben.
Oder was wir für unser Leben brauchen.
Dafür müssen wir viel über andere Menschen lernen.
Und das anderen weiter-erzählen.

Manche Menschen machen das beruflich.
Sie sprechen mit vielen anderen Menschen.
Sie heißen: Multiplikator*innen.
Ausgesprochen wird das: mul-ti-pli-ka-tor-innen.
Ein anderes Wort für Multiplikatorinnen ist:
Vermittler*innen.
Sie vermitteln ihr Wissen an andere Menschen weiter.

Wir wollen die Multiplikator*innen weiter-bilden.
Damit sie noch mehr über andere wissen.
Und anderen noch mehr erzählen.

Ein Bundes-Ministerium unterstützt das Kompetenz-Netzwerk:
Mit Geld.
Und bei seinen Aufgaben.
Weil das gut für die Demokratie ist.

lebendige Demokratie
© Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Bremen e.V., Illustrator Stefan Albers

Demokratie bedeutet:
Alle dürfen mit-bestimmen.
Alle dürfen so sein wie sie wollen.
Das Geld kommt aus einem Projekt.
Es heißt: Programm „Demokratie leben“
Es ist vom Bundes-Ministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
Das wird so abgekürzt: BMFSFJ.

Akademie Waldschlösschen

Logo der Akademie Waldschlösschen

Akademie Waldschlösschen ist ein Name.
Es ist der Name für eine Bildungs-Einrichtung.
Das bedeutet:
Das ist wie eine Schule für Erwachsene.
Die Akademie Waldschlösschen ist eine Gruppe im
Kompetenz-Netzwerk.

Multi-pli-ka-tor*-innen lernen dort etwas:
Zu sexueller und geschlechtlicher Vielfalt.
Zum Beispiel in Fach-Tagungen.

Die Akademie Waldschlösschen
macht das für Menschen aus der LSBTIQ- Community.
LSBTIQ ist eine Abkürzung.
Ausgeschrieben heißt das:

  • Lesben
  • Schwule
  • Bisexuelle
  • Trans*
  • Inter*
  • Queers
LSBTIQ* =
Lesben: Frauen lieben Frauen
Schwule: Männer lieben Männer
Bisexuelle: lieben Männer und Frauen oder andere Geschlechter, zum Beispiel trans* oder inter* Personen
Trans* bedeutet:
Bei der Geburt haben Menschen gesagt:
Das Kind ist ein Junge.
Aber der Junge ist ein Mädchen.
Es lebt als Mädchen.
Oder später: als Frau.
Oder:
Bei der Geburt haben Menschen gesagt:
Das Kind ist ein Mädchen.
Aber das Mädchen ist ein Junge.
Er lebt als Junge
Oder später: als Mann.
Inter* ist ein Kurz-Wort.
Das lange Wort dafür ist
Inter-geschlechtlich.
Das bedeutet:
Das bio-logische Geschlecht ist
Nicht nur männlich
Oder:
Nicht nur weiblich.
Manchmal ist das bio-logische Geschlecht
Ein bisschen männlich.
Und:
Ein bisschen weiblich.
Queer ist ein englisches Wort.
So spricht man das: k-wier
Es bedeutet:
Es gibt viele verschiedene Menschen.
Jeder Mensch ist anders.
Viele Menschen sagen
Ich bin queer.
Zum Beispiel
Wenn sie lesbisch sind
Oder schwul
Oder bi-sexuell
Oder trans*
Oder inter*
Sie zeigen damit:
Wir sind eine Gemeinschaft.
• Das Sternchen * bedeutet:
Es gibt noch mehr Menschen
Die anders sind.
Die hier nicht erklärt sind.
Alle queeren Menschen sind gemeint.

Community ist ein englisches Wort.
Es bedeutet: Gemeinschaft.
So spricht man das: komm-ju-ni-ti.
Die LSBTIQ*- Community ist eine Gruppe von Menschen.
Sie haben ähnliche Erfahrungen.
Das macht die Gemeinschaft stark:
Wenn andere Menschen sie unter-stützen.

am Rednerpult
© Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Bremen e.V., Illustrator Stefan Albers

Die Community soll lernen sich für andere ein-zu-setzen.
Damit alle teil-haben können an der Gesellschaft.
Das bedeutet:
Alle dürfen mitmachen.
Alle dürfen selbst bestimmen.
Im sozialen Leben.
In der Politik.

Das nennt sich:
Soziale Teil-Habe.
Und politische Teil-Habe.

Die Community soll sich darum kümmern:
Gleiche Rechte für alle Menschen

BVT* = Bundes-Verband Trans*

Logo des Bundesverbandes Trans*

BVT* ist ein Name.
BVT* ist eine Abkürzung.
Sie steht für Bundes-Verband Trans.
Der Bundes-Verband Trans ist eine Gruppe:
Im Kompetenz-Netz-Werk.

Bundes-Verband bedeutet:
Gruppen und Vereine tun sich zusammen.
Sie arbeiten in Deutschland.
Also in vielen Bundes-Ländern.

Der Bundes-Verband ist ein Ansprech-Partner:
Für die trans* Community.
Das ist die Gemeinschaft von trans* Personen.

Die Menschen wollen selbst bestimmen:
Wer bin ich?
Sie wollen ihr Geschlecht selbst bestimmen.
Sie wollen anders sein.
Das Sternchen * hinter trans bedeutet:
Es gibt trans* Menschen:
Die sich selbst ganz anders bezeichnen.
Oder beschreiben.
So wie es für sie richtig ist.
Oder:
Die sich teilweise
als trans bezeichnen.
Oder:
Die sich auch
als trans bezeichnen.

zwei Transfrauen
© Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Bremen e.V., Illustrator Stefan Albers
Transmänner
© Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Bremen e.V., Illustrator Stefan Albers

Der Bundes-Verband ist ein Ansprech-Partner:
Für Vereine und Gruppen.
Für Fach-Kräfte.
Fach-Kräfte sind Expert*innen:
Sie wissen viel über Gesundheit.
Und soziale Themen.
Sie wissen also:
Wie es den Menschen in unserer Gesellschaft geht.

Der Bundesverband trans* will:
Alle trans* Personen sollen in Deutschland gut leben können.
Ob sie jung sind.
Oder alt.
Ob sie Arbeit haben.
Oder keine Arbeit haben.
Ob sie behindert sind.
Oder nicht behindert.
Egal, welche Hautfarbe sie haben.

stark
© Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Bremen e.V., Illustrator Stefan Albers

Sie arbeiten auch mit trans*Jugendlichen:
Zum Beispiel in Work-Shops.
Das deutsche Wort dafür ist: Werk-Statt.
Oder in einem Ferien-Lager im Sommer.
Das englische Wort dafür ist: Summer-Camp.

Sie kämpfen für Menschen-Rechte.
Das sind Rechte für alle Menschen.
Alle Menschen sind gleich viel Wert.
Sie kämpfen für Selbst-Bestimmung.
Das bedeutet:
Alle dürfen selbst über ihr Leben bestimmen.

Der Bundes-Verband trans* macht noch viel mehr:
Er ist in den sozialen Medien.
Zum Beispiel bei Facebook.
Dort treffen sich Menschen im Internet.
Sie kämpfen auch dort für bessere Rechte.

Oder sie sprechen mit Politiker*innen.
Das nennt man Interessens-Vertretung.
Das Ziel ist: Alle haben die gleichen Rechte.

Und sie bilden Fach-Kräfte aus.
Die Fach-Kräfte arbeiten in Beratungs-Stellen.
Die Fach-Kräfte bieten einer trans* Person eine Beratung an.
Oder eine Therapie:
Wenn die trans* Person ein Problem hat.
Eine Therapie dauert länger als eine Beratung.

LSVD

Logo des Lesben- und Schwulenverbandes

LSVD bedeutet:
Lesben- und Schwulen-Verband in Deutschland.
Der Verband fördert die Regen-Bogen-Kompetenz.
Das bedeutet:
Der Regen-Bogen hat viele Farben.
Und es gibt viele verschiedene Menschen.
Es gibt auch Menschen:
Die sind nicht hetero-sexuell.
Sie sind queer. (Link nach oben)
So spricht man das: k-wier.
Der Regen-Bogen stellt mit seinen vielen
Farben die vielen unterschiedlichen Menschen dar.

Hetero-sexuell ist
Wenn ein Mann eine Frau liebt
Und mit ihr Sex haben will.
Wenn eine Frau einen Mann liebt
Und mit ihm Sex haben will.
Gruppe queerer Menschen
© Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Bremen e.V., Illustrator Stefan Albers

Regen-Bogen-Kompetenz heißt:
Gutes Zusammen-Leben mit anderen Menschen.
Es geht um gegen-seitigen Respekt.

Das bedeutet:
Alle dürfen sie selbst sein.
Wie sie sein möchten.
Und:
Ich gehe gut mit verschiedenen Menschen um.
Ich darf ich sein:
Andere gehen gut mit mir um.

Zusammenhalt
© Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Bremen e.V., Illustrator Stefan Albers

Der LSVD bringt viele Menschen zusammen
Fach-Kräfte
:
Die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten.

Menschen:
Die Politiker*innen sind.
Oder in der Verwaltung arbeiten.
Die Verwaltung plant und regelt Dinge.
Zum Beispiel in einer Stadt.
Sie kann Entscheidungen treffen.
Zum Beispiel: Ob ein Jugend-Zentrum gebaut wird.

Sitzung
© Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Bremen e.V., Illustrator Stefan Albers

Der LSVD nennt die Treffen mit Fach-Kräften:
Vielfalts-Werkstatt.
Oder Regen-Bogen-Parlament.
Das sind Seminare.
Oder Work-Shops.

Verein Inter-Geschlechtliche Menschen

Inter-Geschlechtliche Menschen ist ein Verein.
Die Abkürzung für den Verein ist IMeV.
Der Verein Inter-Geschlechtliche Menschen ist eine Gruppe
im Kompetenz-Netz-Werk.

intersexuelle Geschlechtsorgane
© Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Bremen e.V., Illustrator Stefan Albers
intersexuelle Geschlechtsorgane

Inter-Geschlechtlich bedeutet:
Das bio-logische Geschlecht ist
Nicht nur männlich
Oder:
Nicht nur weiblich.
Manchmal ist das bio-logische Geschlecht
Ein bisschen männlich.
Und:
Ein bisschen weiblich.

Im Verein sind Inter-Geschlechtliche Menschen.
Und ihre Familien.
Sie setzen sich für ihre Rechte ein.
Und für die Rechte anderer inter-geschlechtlicher Menschen.

Sie wissen viel über:
Das Leben als inter-geschlechtlicher Mensch.
Und: Wie man es besser machen kann.

Inter-geschlechtlich geborene Kinder und ihre Familie sollen Beratung haben.
Wenn sie diese Beratung wollen.
Zum Beispiel bei Fragen:
Bin ich ein inter-geschlechtlicher Mensch?
Wer hilft mir, damit ich als inter-geschlechtlicher Mensch gesund bleibe?
Wo treffe ich andere inter-geschlechtliche Menschen?

Die Beratung ist dann von anderen inter-geschlechtlichen Menschen.

Dazu muss es Beratungs-Stellen geben.
In ganz Deutschland.

Die Vereins-Mitglieder von IMeV gehen auch zu Veranstaltungen.
Oder Treffen.

Sitzung
© Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Bremen e.V., Illustrator Stefan Albers

Oder sie machen Bildungs-Angebote.
Da geht es um Wissen und Lernen über inter-geschlechtliche Menschen.

Es gibt auch Leucht-Turm-Projekte.
Das sind Projekte mit Plänen oder Aufgaben.
Ein Projekt nennt sich Leucht-Turm-Projekt:
Weil es alle sehen sollen.
Wie einen Leucht-Turm.
Es soll gesehen werden: So gut ist das Projekt.
In ganz Deutschland
In ganz Europa.

vor dem Computer
© Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Bremen e.V., Illustrator Stefan Albers

Im Verein schreiben die inter-geschlechtlichen Menschen über die Projekte.
Das sollen alle lesen können:
Im Internet.

Oder in Broschüren.
Sie machen damit Öffentlichkeits-Arbeit.

Was der Verein macht soll inter-geschlechtliche Menschen stärken:
Sie sollen selbst-bewusst sein.
Und eigene Entscheidungen treffen.
Und ihre Stärken kennen.
Und die Stärken nutzen.
Dafür gibt es ein englisches Wort.
Das nennt man Empowerment.
Das spricht man so: Emm-pau-er-mennt.

Prüfsiegel leichte Sprache

Geprüft von: Elfie Bischof, Monika Rauch, Irene Stamp, Brigitte Schmitz, Ingrid Dirks, Prüferinnen-Team Diakonie Michaelshoven – Leben mit Behinderungen gGmbH